Warum mich die Engpasskonzentrierte Strategie bis heute begleitet

Die Engpasskonzentrierte Strategie (EKS) nach Wolfgang Mewes begleitet mich seit vielen Jahren. Ihr Grundgedanke – nicht möglichst viele Themen zu bearbeiten, sondern den entscheidenden Engpass einer Zielgruppe zu lösen – prägt bis heute meinen Blick auf Produktmanagement, Produktdaten und digitale Prozesse.


„Warum mich dieser Ansatz geprägt hat“

Rückblickend erkenne ich viele Elemente der EKS in meinem beruflichen Werdegang wieder. Ob in der Baupraxis, im Produktmanagement, bei regulatorischen Fragestellungen oder im Umgang mit digitalen Produktdaten – die größten Fortschritte entstanden selten durch zusätzliche Aktivitäten, sondern durch die Konzentration auf die tatsächlich relevanten Themen. Besonders an den Schnittstellen zwischen Fachlichkeit, Prozessen und Informationen zeigen sich häufig die entscheidenden Engpässe. Genau dort liegt bis heute ein Schwerpunkt meiner Arbeit.


„Statt mehr Daten lieber bessere Daten“

Die Digitalisierung hat dazu geführt, dass heute mehr Informationen verfügbar sind als je zuvor. Gleichzeitig steigt die Herausforderung, aus dieser Informationsmenge die tatsächlich relevanten Inhalte herauszufiltern. Aus meiner Sicht entsteht der Nutzen digitaler Produktdaten nicht durch ihre Menge, sondern durch ihre Qualität, Konsistenz und Anwendbarkeit. Daten entfalten ihren Wert erst dann, wenn sie den jeweiligen Nutzer bei einer konkreten Aufgabe unterstützen.


„Warum EKS heute aktueller denn je ist“

Mit der zunehmenden Digitalisierung, dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz, steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen und einer wachsenden Regulierungsdichte nimmt die Komplexität in vielen Bereichen weiter zu. Gleichzeitig stehen Zeit und Ressourcen nicht unbegrenzt zur Verfügung. Die Fähigkeit, den tatsächlichen Engpass zu erkennen und die verfügbaren Mittel gezielt darauf auszurichten, wird dadurch immer wichtiger. Genau darin liegt für mich die anhaltende Aktualität der EKS.


Auch wenn sich Technologien, Märkte und Rahmenbedingungen verändern, bleibt die zentrale Frage dieselbe: Wo liegt der tatsächliche Engpass und wie kann er wirksam gelöst werden? Die Suche nach dieser Antwort begleitet mich bis heute.