Perspektiven & Gedanken

  • Du kontrollierst dein Handeln – nicht das Ergebnis: Was wir von Konfuzius und den Stoikern lernen können
    „Ob das Ziel erreicht wird oder nicht, ist einer höheren Ordnung überlassen.“ Nicht wörtlich überliefert, aber sinngemäß treffend formuliert: Dieser Gedanke ist in der konfuzianischen Tradition – und besonders bei Mengzi – zentral. Naheliegende Formulierungen im Geist von Mengzi wären etwa:„Man tut das, was als gerecht und richtig geboten ist, und überlässt das Ergebnis dem Himmel.“ Oder:„Der Mensch bestimmt seine Pflicht – doch Erfolg oder Misserfolg liegen beim Himmel.“ Konfuzius konzentrierte sich auf das, was in seiner Verantwortung lag: sein Handeln, seine Haltung und die Erfüllung seiner Pflicht. Ob daraus Erfolg entstand, sah er nicht allein als Ergebnis seines Willens.… Du kontrollierst dein Handeln – nicht das Ergebnis: Was wir von Konfuzius und den Stoikern lernen können weiterlesen
  • Innere Stärke durch das Vorausdenken des Ungewissen
    Die sogenannte praemeditatio malorum bedeutet wörtlich etwa „Vorausbedenken möglicher Übel“.Der Gedanke dahinter ist: Der Mensch soll sich innerlich bewusst machen, dass schwierige, schmerzhafte oder sogar existenzielle Ereignisse jederzeit eintreten können — Verlust, Krankheit, Scheitern, Tod, Demütigung usw. Nicht um Angst zu erzeugen, sondern um geistig vorbereitet zu sein. Der Ausspruch von Mencius sagt im Kern etwas Ähnliches: Dadurch bleibt er: Die Idee ist also nicht: „Erwarte nur Schlechtes“, sondern eher: „Wer die Möglichkeit des Ungünstigen akzeptiert, verliert im Ernstfall weniger leicht Haltung und Klarheit.„ Genau deshalb sahen die Stoiker darin eine Übung für innere Stärke und Gelassenheit.